Gesundheit : Fraunhofer-Gesellschaft und GMD fusionieren

Die beiden deutschen Forschungs-Einrichtungen Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und das Forschungszentrum Informationstechnik schließen sich zusammen. Nach Einschätzung des Bundesbildungsministeriums entsteht dadurch die größte Forschungsorganisation in der Informations- und Kommunikationstechnik in Europa mit über 2500 Mitarbeitern. Das jährliche Finanzvolumen werde über 400 Millionen Mark betragen. Für die Fusion ist eine Übergangsphase von fünf Jahren geplant.

Die acht Forschungsinstitute der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) und zehn Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) werden zusammengeführt. Dachgesellschaft wird die Fraunhofer-Gesellschaft in München. Deren Präsident Hans-Jürgen Warnecke und der Vorstandsvorsitzende der GMD, Dennis Tsichritzis, sagten übereinstimmend, sie versprächen sich durch die Fusion einen deutlichen Zuwachs an internationaler Aufmerksamkeit. Der Zusammenschluss soll den Zugang zum nationalen und internationalen Forschungsmarkt verbessern.

Die neue Einrichtung wird sich vor allem um anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung kümmern. Schwerpunktgebiete der von Bund und Ländern getragenen GMD mit Sitz in St. Augustin bei Bonn waren bisher unter anderem Entwurfsverfahren sowie Intelligente Multimediale Systeme. Der Sitz der GMD in Sankt Augustin bei Bonn soll erhalten bleiben.

Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Hauptsitz in München beschäftigt sich auf breiter Basis mit naturwissenschaftlicher und technischer Forschung, unter anderem in den Bereichen Mikroelektronik, Produktions-, Energie-, Bau- und Informationstechnik. Vorstandsvorsitzender der fusionierten Einrichtung wird FhG-Präsident Warnecke, Tsichritzis Vizepräsident und stellvertretender Vorsitzender.

Deutschland soll nach den Worten von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn europaweit eine Spitzenposition in der Informationsbranche einnehmen. Dies schaffe auch Arbeitsplätze. Die Bundesregierung habe kürzlich das Programm "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft" beschlossen. Mit der Fusion werde ein erster Schritt zur Umsetzung getan. Außerdem könne die staatliche Forschungsförderung in der Informationstechnik mit dem Zusammenschluss noch besser konzentriert werden.

0 Kommentare

Neuester Kommentar