Gesundheit : Freie Universität Berlin: Schafft die FU ihre Projekttutorien ab?

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Läutet über den Projekttutorien der Freien Universität jetzt das Sterbeglöckchen? Nach Ansicht der an dem Projekt beteiligten Studenten wollte das Präsidium der Freien Universität in seiner Sitzung am gestrigen Donnerstag eine Entscheidung darüber treffen, ob die in studentischer Eigenregie veranstalteten Kurse - wie berichtet - dem Sparzwang geopfert werden. Die Pressestelle der Uni wollte sich am Donnerstag zu dem Thema nicht äußern.

Für die Studierenden bedeutet die Unsicherheit, dass ihre Organisation immer weiter unter Zeitdruck gerät. Nur wenige Wochen vor dem Semesterbeginn wissen die potenziellen 40 Tutoren nicht, ob sie das monatliche Gehalt von etwa 700 Mark in ihr Budget einplanen können und beginnen sollen, ihre Kurse vorzubereiten. Auch können sie nicht wie gewohnt für ihre Veranstaltungen Teilnehmer aus den Fachbereichen werben. Üblicherweise druckt die Koordinierungsstelle für das Angebot ein eigenes Vorlesungsverzeichnis: "Das liegt alles auf Eis", sagt Annette Mörler, die der Kommission zur Auswahl der Tutoren angehört.

Die Studenten befürchten, dass das Präsidium versuchen könnte, die Entscheidung "auszusitzen". Wenn es den Beschluss vertagt, würden die Tutorien im Wintersemester kaum zustande kommen, weil Fristen nicht mehr einhaltbar sind. Die Studierenden hoffen, dass das Präsidium die Angelegenheit dem Akademischen Senat übergibt, in dem es viele Befürworter für die Projekttutorien gibt. Auch der Koordinator in der Wissenschaftsverwaltung, Bernd Köppl, hatte sich für das Projekt ausgesprochen, das seit 1988 an der FU existiert. Es handle sich um einen Reformansatz, von dem wichtige Anregungen ausgingen. Auch seien die Tutorien "im Rahmen der Hochschulverträge einkalkuliert worden", sagte Köppl dem Tagesspiegel.

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