Gesundheit : Frühchen sind später oft behindert

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Eigentlich dauert eine Schwangerschaft 40 Wochen, also gut neun Monate. Aber inzwischen ist es möglich, auch extrem früh geborene Kinder am Leben zu erhalten, die zwischen der 22. und der 25. Schwangerschaftswoche auf die Welt kamen. Aber der Preis für diese spektakuläre Rettungsaktion ist hoch. Denn die meisten Kinder tragen, sofern sie die ersten Wochen überleben, bleibende geistige und körperliche Behinderungen davon. Das ergab eine Studie englischer Ärzte, die nun im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler untersuchten 240 Kinder im Alter von sechs Jahren, die extrem unreif auf die Welt gekommen waren. Sie prüften, ob die geistige Entwicklung der Kinder und ihr Nervensystem intakt war. Es stellte sich heraus, dass nur jedes fünfte Kind normal entwickelt war. 22 Prozent hatten eine schwere, 24 eine mittelschwere und 34 eine leichte Behinderung. Zu den körperlichen Problemen gehörten spastische und andere Lähmungen durch Hirnschäden sowie Seh und Hörstörungen. Neun Kinder waren an allen Gliedmaßen gelähmt, vier waren blind. wez

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