Gesundheit : Fünfmal am Tag

Regelmäßiger Verzehr von rohem Gemüse senkt das Risiko für Krebs der Bauchspeicheldrüse

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Ein großer Gemüsekonsum senkt das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs um 50 Prozent. Das schließen amerikanische Forscher aus einer Studie mit mehr als 2000 Probanden. Gelbe Gemüsesorten sowie solche mit dunklen Blättern wirken besonders effektiv gegen den aggressiven Krebs. Der Genuss von fünf kleinen Portionen dieser Gemüsesorten täglich schützt dabei am wirksamsten vor der extrem aggressiven Krebsart. Dies berichten Autoren um die Forscherin Elizabeth Holly (Universität von Kalifornien, San Francisco) in der Septemberausgabe der Fachzeitschrift „Cancer, Epidemiology, Biomarkers and Prevention“.

Die Forscher befragten 2233 Versuchspersonen, von denen 532 an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt waren. Sie wollten wissen, wie viele Portionen Gemüse oder Früchte diese im vergangenen Jahr täglich gegessen hatten. Als eine Portion galten entweder die einer halben Tasse gekochtes Gemüse entsprechende Menge, zwei Tassen Blattsalat oder eine mittelgroße Frucht. Zusätzlich ermittelten die Forscher, welche Gemüse und Früchtesorten konsumiert worden waren. Außerdem mussten Fragen zu Lebenswandel, dem ausgeübten Beruf und den sonstigen Ernährungsgewohnheiten sowie zu Risikofaktoren wie Rauchen beantwortet werden.

Das Resultat: Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, gelbe Gemüsesorten wie Karotten, Mais und Süßkartoffeln, aber auch Gemüse mit dunklen Blättern und Kreuzblütlergewächse wie Kohl und Brokkoli schützten am besten vor Bauchspeicheldrüsenkrebs. Einen etwas schwächeren schützenden Effekt hatten Gemüsesorten mit hellgrünen Blättern sowie Tomaten. Früchte, vor allem Zitrusfrüchte, verminderten zwar auch das Krebsrisiko, jedoch deutlich weniger als Gemüse, stellten die Wissenschaftler fest.

Der Verzehr von täglich mindestens fünf Portionen der schützenden Gemüse- oder Früchtesorten senkte das Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko um 50 Prozent, verglichen mit dem Konsum von höchstens zwei Portionen pro Tag, ergab die Auswertung. Die Resultate würden jedoch nicht nur darauf hindeuten, welche Früchte und Gemüsesorten nützlich seien, erklären die Forscher. Zum Beispiel spiele auch die Art und Weise, wie die Nahrung zubereitet werde, eine große Rolle. So schütze rohes Gemüse besser vor Krebs als gekochtes, und Bratkartoffeln wirken sich im Gegensatz zu gekochten Kartoffeln sehr wahrscheinlich eher negativ aus. ddp

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