Gesundheit : Funkforschung mit China

Neues Institut soll Technik gegen Handychaos entwickeln

-

Berliner Mobilfunkforschung für die Kommunikation in China: Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin, des HeinrichHertz-Instituts für Nachrichtentechnik (HHI) und 150 Forscher aus Peking eröffneten am Donnerstag in den Räumen des HHI das „Sino German Joint Institute for Information and Communication“. Das neue Doppelinstitut wird vom Bund und vom chinesischen Wissenschaftsministerium gefördert.

Inzwischen telefonieren etwa 280 Millionen der gut eine Milliarde Chinesen per Handy, bis 2005 dürfte sich die Zahl fast verdoppeln. Doch Chinas Größe und hohe Bevölkerungsdichte in den Städten stellt besondere Ansprüche. Deshalb arbeiten die Berliner Wissenschaftler an „Mehrantennensystemen“, die die Datenströme auf mehrere Kanäle verteilen. Das erhöht die Übertragungsrate gegenüber den derzeitigen Systemen, die einen festen Kanal zwischen Sender und Empfänger benötigen.

Das Problem: Bei Mehrantennensystemen stören sich Sender und Kanäle gegenseitig, wie im vollen Café werden Einzelgespräche zum Gemurmel. Nun kann der Cafébesucher lauter sprechen, um sich dem Gegenüber verständlich zu machen. Der Nachrichtentechniker jedoch muss Datenströme genau identifizieren und trennen. mi

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben