Gesundheit : Gasriesen im All: Planeten ohne Wachstums-Grenzen?

tdp

Riesige Gasplaneten, größer noch als Jupiter, könnten im Universum häufig sein. Wie Astronomen nun herausgefunden haben, steht ihrem Wachstum nichts im Wege. Die Gas- und Staubvorräte in der Umgebung junger Sterne reichen aus, um die Planeten über viele Jahrmillionen hinweg zu füttern.

G. A. Blake und seine Kollegen vom Caltech-Institut in Kalifornien ermittelten die Menge an Wasserstoffgas in den planetaren Scheiben. Solche Scheiben aus Staub und Gas bilden sich bei der Geburt eines Sternes aus einer in sich zusammenfallenden, immer schneller rotierenden Gaswolke. Doch die unzähligen Gasscheiben, die Forscher bis dato gesehen hatten, umgeben sehr junge Sterne, nicht älter als eine Million Jahre. Bei Sternen älter als fünf Millionen Jahre schienen die Gasvorräte rasch zu schwinden. Das hatten die Wissenschaftler aus der Häufigkeit von Kohlenmonoxid in den Planetenwiegen gefolgert.

Die schwierigere Messung des Wasserstoffgases führte jetzt jedoch zu einem anderen Ergebnis. Blakes Forschergruppe erkannte mit Hilfe eines modernen Weltraumteleskops für Infrarotstrahlung, dass auch bis zu 30 Millionen Jahre alte Sterne noch dicke Gasscheiben besitzen. Die Vorräte sollten selbst in diesem Alter noch ausreichen, um einem Planeten wie Jupiter zu voller Größe zu verhelfen. Die Riesenplaneten hätten damit wesentlich bessere Wachstumschancen.

In den vergangenen fünf Jahren haben Forscher bereits rund 50 jupiterähnliche Planeten außerhalb des Sonnensystems nachweisen können. Jetzt ist zu erwarten, dass dies nur ein erster Einblick in die Vielfalt der Planeten im Kosmos ist.

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