Gesundheit : Gebühren können Lehre stärken CHE legt Modellrechnung vor

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Studiengebühren können erheblich zur Verbesserung der Lehre beitragen: Das ist das Ergebnis einer Modellrechnung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) für zwei niedersächsische Hochschulen. Die Universität Hannover etwa könnte durch fachspezifische Gebühren – zwischen 1000 und 1200 Euro pro Jahr – rund 17, 4 Millionen Euro zusätzliche Nettoeinnahmen erzielen, hat das CHE ausgerechnet. Diese Summe entspricht 13 Prozent des Gesamtbudgets. Würde die Universität diese Mittel voll in die Lehre investieren, so kämen auf einen wissenschaftlichen Mitarbeiter nur noch 22 statt bisher 35 Studierende. Selbst wenn die Uni Hannover alle BafögEmpfänger freistellen, drei Prozent der Gebühren für Verwaltungskosten abziehen und 10 Prozent für Darlehensausfall zurückstellen würde, käme sie auf 14,4 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen.

Die Fachhochschule Osnabrück könnte ihr Budget durch Studiengebühren sogar um 22 Prozent aufbessern und damit 65 wissenschaftliche Mitarbeiter finanzieren, sagen die Forscher. Eine Freistellung von Bafög-Empfängern und ein Darlehenssystem könnten die Sozialverträglichkeit von Gebühren sichern. D.N.

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