Gesundheit : „Geburtsfehler" der FH

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Der neue Streit um die laufbahnrechtliche Eingruppierung ihrer Absolventen bedeutet für die Fachhochschulen gut 30 Jahre nach ihrer Gründung die Wiederaufnahme einer Auseinandersetzung, die viele Experten als den „Geburtsfehler" dieses Hochschultyps bezeichnen. Auch im Streit um die Eingruppierung der Diplom-Absolventen hatten sich die Verfechter der traditionellen Universitätsinteressen stets durchgesetzt. Universitätsabsolventen werden - sieht man von den Grund- und Hauptschullehrern in einigen Bundesländern ab - automatisch in den höheren Dienst (in der Regel ab A 13) eingestuft, FH-Absolventen dagegen in den gehobenen Dienst (ab A 9).

Mit über sechs Millionen Beschäftigten ist der öffentlichen Dienst nach wie vor der größte Arbeitgeber in Deutschland. Seiner Einstellungs- und Besoldungspraxis wird auch in der Privatwirtschaft immer noch eine gewisse Leitfunktion zugeschrieben. Bildungspolitiker aller Parteien hatten in den letzten Jahren immer wieder vergebens auf eine Reform des Laufbahnrechts gedrängt und die finanzielle Einstufung der Absolventen nach Leistung verlangt – statt nach Hochschultyp. Die Fachhochschulen empfinden den sich aktuell abzeichnenden Kompromiss als herben Rückschlag. dpa

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