Gesundheit : Gedenken an Hans-Jürgen Ewers

Josefine Janert

Hans-Jürgen Ewers, der im vergangenen Jahr verstorbene Präsident der Technischen Universität Berlin, galt als einer der profilierten Hochschulpolitiker der Stadt. Zusammen mit der Wirtschaft wollte er die TU erneuern und dabei den Einfluss des Staates möglichst gering halten. Ein Gedenkcolloquium zu seinen Ehren am Freitag war im Gedenken daran Themen wie „Deregulierung“ und „Innovation“ gewidmet.

Seine Publikationen zeigen, welch breites Spektrum der 1942 geborene Volkswirt Ewers bearbeitete – von der 1977 veröffentlichten Habilitationsschrift über „Freiheit und Wettbewerb“ bis zu einem Gutachten über die „Zukunft des Schienenverkehrs“. „Als Doktorvater war Hans-Jürgen Ewers außerordentlich fordernd“, erinnerte sich der Volkswirt Michael Fritsch, heute Professor in Freiberg: „Er wollte immer wieder neue Themen aufgreifen; die Zeit spielte dabei keine Rolle.“ Die TU, deren Präsident Ewers von 1997 bis zum Januar 2002 war, wollte er auf einen der vorderen Plätze in Deutschland bringen, Berlin um „Centers of Excellence“ bereichern. Dass bei dem Colloquium fehlende Investitionen in Forschung und Entwicklung angeprangert wurden, wäre sicher in Ewers’ Sinn gewesen.

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