Gesundheit : Gehälter für Hochschullehrer: Union für andere Professorenbesoldung

In der Diskussion um eine leistungsbezogene Besoldung der Professoren hat die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag ein eigenes Konzept eingebracht. Dabei sollen die Mindestgehälter der Hochschullehrer mit 8000 Mark beziehungsweise 9000 Mark deutlich höher ausfallen, als von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) bisher vorgesehen. Der Spielraum für Zulagen in der Besoldungsstruktur fällt dagegen in dem Unions-Konzept geringer aus.

Zu niedrige Grundgehälter beim Berufsanfang würden den Hochschulen in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern "jede Chance im harten Wettbewerb um die besten Köpfe nehmen", erklärten die Bildungspolitiker Gerhard Friedrich (CSU) und Thomas Rachel (CDU) am Mittwoch der dpa in Berlin. Gute Nachwuchswissenschaftler würden dann gleich in die Wirtschaft oder ins Ausland gehen. Zumindest für große Lehrstühle und für Leiter der Universitätskliniken würde auch in Zukunft ein Professorenamt benötigt, das sich an der heutigen Bezahlung eines C4-Professors orientieren sollte.

Bulmahn geht bei ihrem Konzept von Mindestgrundgehältern für die unterschiedlichen Professorengruppen zwischen 7000 und 8500 Mark aus. Darauf sollen sich künftig Zulagen aufbauen, abhängig von den Leistungen in Lehre und Forschung, ausgeübter Funktion (etwa Rektor oder Dekan) und Bedeutung der Stelle. Die Zulagen sollen rund ein Viertel des Gehaltes ausmachen.

Die CDU/CSU-Fraktion will am Beamtenstatus der Professoren festhalten, zugleich soll als "Option" die Beschäftigung im Angestelltenverhältnis möglich sein. Grundsätzlich begrüßen Friedrich und Rachel die Überlegungen von Bund und Ländern zur Einführung von "Juniorprofessuren" für die Ausbildung des Professoren-Nachwuchses. Anders als die Ministerin Bulmahn möchte die Union wegen der großen Unterschiede zwischen den Disziplinen die bisherige Habilitation nicht gänzlich abschaffen.

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