Gesundheit : Gehirn erholt sich nach Entzug

Alkoholbedingte Schrumpfung bessert sich rasch

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Wenn Alkoholiker mit dem Trinken aufhören, kann sich ihr Gehirn regenerieren. Das haben Würzburger Mediziner in einer Studie mit 15 Patienten nachgewiesen. Schon nach kurzer Abstinenz legten mehrere Gehirnregionen an Volumen zu und ihr Stoffwechsel belebte sich.

Die Regenerationsfähigkeit des Gehirns scheint allerdings mit der Dauer des Alkoholmissbrauchs abzunehmen, berichten Andreas Bartsch von der Universität Würzburg und seine Kollegen im Fachblatt „Brain“. So habe der Schrumpfungsprozess bei einem Patienten, der mehr als 25 Jahre abhängig gewesen sei, nicht mehr gestoppt werden können. „Die Ergebnisse sollten Alkoholabhängige zusätzlich motivieren“, sagt Bartsch. „Es lohnt sich, möglichst früh mit dem Trinken aufzuhören.“

Bartsch und seine Kollegen begleiteten zehn Männer und fünf Frauen auf dem Weg in die Abstinenz. Zu Beginn des Prozesses und nach rund sechs Wochen kartierten sie per Kernspintomographie die Gehirne. Bereits nach dieser kurzen Zeit nahm das Gehirnvolumen um durchschnittlich zwei Prozent zu. JKM

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