Gesundheit : Gentechnik: Geklonter Ochse "Noah" überlebt nur zwei Tage

Der weltweit erste Klon einer vom Aussterben bedrohten Tierart hat nur zwei Tage gelebt. Der Gaur-Ochse "Noah" starb rund 48 Stunden nach seiner Geburt an Ruhr. Dies berichtete die bei dem Experiment federführende Firma Advanced Cell Technology, ein biotechnologisches Unternehmen in Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts.

"Noah" gehörte zu einer als Gaur bekannten Art von asiatischen Ochsen. Er hatte Anfang der Woche in Iowa mit einem Geburtsgewicht von knapp 45 Kilogramm das Licht der Welt erblickt und bereits nach zwölf Stunden auf eigenen Füßen gestanden. Bald danach setzten die Symptome der Ruhr ein. Trotz intensiver Behandlung erlag der Gaur-Ochse der Krankheit.

Gentforscher hoffen, bedrohte Tierarten in Zukunft durch Klonen vor dem Aussterben retten und eventuell bereits ausgestorbene Arten durch das Klonen erhaltener Zellen zurückzugewinnen. Gaur-Ochsen sind in Südostasien und Indien beheimatet. Ihre Zahl, so wird geschätzt, wurde in Folge von Jagd und der Vernichtung von Lebensraum auf rund 30 000 Exemplare reduziert.

"Noah" war geklont und von einer Rinderkuh als Ersatzmutter ausgetragen worden. "Die gesammelten Daten zeigen, dass das Klonen über verschiedene Arten hinweg geklappt hat, und als Wissenschaftler bin ich zufrieden", sagte Philip Damiani von der Biotech-Firma. Persönlich allerdings sei er betrübt über den Tod des Kalbes.

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