Gesundheit : Gesundheit und Mobiltelefone: "Kinder sollen Maß halten"

Gibt es denn tatsächlich Hinweise darauf[das]

Gibt es denn tatsächlich Hinweise darauf, dass Handy-Strahlung für Menschen schädlich sein kann?

Es gibt zahlreiche Untersuchungen über elektromagnetische Felder (EMF) und Tumoren. Zusammenfassende Übersichten (Meta-Analysen) ergaben einen schwachen, positiven Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung und Tumoren. Allerdings ist die Strahlung bei den Handys anders charakterisiert: Die Frequenz ist bei den Handys teilweise höher, die Leistung ist sehr klein, die Felder sind gepulst.

Haben die bisherigen Studien aber auch einen Zusammenhang mit Krebserkrankungen ergeben?

Bisher wurden drei epidemiologische Studien durchgeführt. Dabei handelt es sich um zwei Fall-Kontroll-Studien aus den USA sowie eine Kohortenstudie aus Dänemark mit 420 000 Teilnehmern. Vorteilhaft war dabei das exzellente dänische Krebsregister. Die sorgfältig gemachten Untersuchungen ergaben keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Tumoren des Kopfes beziehungsweise Tumoren allgemein (dänische Studie) und dem Gebrauch von Handys.

Sie arbeiten an einer großen Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO mit. Wann erwarten Sie daraus die ersten Ergebnisse?

Die Phase des Datensammelns geht bis 2002 (vielleicht 2003), das heißt: mit ersten Ergebnissen aus der Untersuchung ist in den Jahren 2003/2004 zu rechnen.

Sollten Kinder besonders vorsichtig beim Handygebrauch sein?

Bisher liegen keine Studienergebnisse darüber vor. Da sich kindliches Gewebe erst entwickelt, empfiehlt sich besondere Vorsicht. Daher ein allgemeiner Hinweis: Kinder und Heranwachsende sollten mit dem Handy maßvoll umgehen. Das Verschicken von SMS ist günstiger.

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