Gesundheit : Globale Erwärmung: Treibhausgase heizen den Weltmeeren ein

tdp

Die Weltmeere sind wärmer geworden. Seit 1955 sind die Temperaturen im Pazifik, Atlantik und Indischen Ozean zwar im Durchschnitt nur um 0,06 Grad Celsius gestiegen. Doch in zwei voneinander unabhängigen Studien kommen amerikanische Forscher nun zu dem Schluss, dass diese Erhöhung auf den vermehrten Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid zurückzuführen ist.

Für die Messung der Ozeantemperatur haben Wissenschaftler Millionen Messdaten aus den vergangenen Dekaden zusammengetragen. Bislang war es allerdings nicht klar, ob der dabei festgestellte Temperaturanstieg nur eine natürliche Schwankung innerhalb eines Klimazyklus darstellt. Die im Wissenschaftsmagazin "Science" vorgestellten Modellrechnungen von Sydney Levitus und Tim Barnett legen nun nahe, dass die registrierte Aufheizung der Weltmeere ein weiteres Zeichen für eine schon allseits spürbare globale Klimaänderung ist.

"Die Erwärmung der Ozeane ist eine schlechte und eine gute Nachricht zugleich", sagt Tim Barnett vom Scripps Institut für Ozeanographie im kalifornischen La Jolla. Sie untermauere, dass der Mensch das Weltklima bereits nachhaltig verändert habe. "Aber sie gibt auch Grund zur Annahme, dass die Auswirkungen nicht so stark sein werden wie befürchtet." Die Weltmeere könnten den Erwärmungstrend zumindest ein wenig abfedern.

Die Ozeane bedecken mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche. Sie haben ein klimatisches Langzeitgedächtnis. Sie können große Mengen Wärme aufnehmen und diese über Tausende von Jahren in der Tiefe speichern, ehe sie sie über langsame Umwälzungen wieder an die Atmosphäre abgeben. In ihre bisherigen aufwändigen Klimamodellrechnungen konnten Forscher diese Kapazität der Weltmeere allerdings nur schwer einbeziehen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben