Gesundheit : Göttingen wird Stiftungshochschule Niedersächsisches Kabinett will im Dezember abschließend entscheiden

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Die prominente TraditionsUniversität Göttingen will Stiftungshochschule werden. Einen entsprechenden Antrag an das Land Niedersachsen hat der Senat der Universität bei seiner jüngsten Sitzung verabschiedet. Präsident Horst Kern nannte die Entscheidung einen Meilenstein in der 265-jährigen Geschichte der Universität.

Vor Göttingen haben sich schon fünf andere niedersächsische Hochschulen für die neue Rechtsform entschieden. Das sind die Medizinische und die Tierärztliche Hochschule Hannover, die Universitäten Lüneburg und Hildesheim sowie die Fachhochschule Osnabrück. Das Kabinett soll nun am 17. Dezember abschließend entscheiden.

Möglich wird die neue Rechsform durch das novellierte Niedersächsische Hochschulgesetz, das seit Anfang Oktober in Kraft ist. Das Stiftungsmodell soll den Hochschulen mehr Eigenverantwortung und Flexibilität ermöglichen. Sie können beispielsweise unkomplizierter als bisher private Mittel einwerben.

Das Land Niedersachsen hat sich verpflichtet, die Hochschulen dabei wie bisher weiter zu finanzieren. Zielvereinbarungen regeln die gegenseitigen Leistungen, wie Absolventen, Nachwuchswissenschaftler. Sozusagen als Startkapital überschreibt das Land zudem den Hochschulen Grundstücke und Gebäude, die diese dann nach eigenem Gutdünken selbst bewirtschaften können. Allerdings hat das Land sich eine Rückgabeklausel für seine Liegenschaften ausbedungen, falls das Vorhaben scheitern sollte. An der Universität Göttingen selbst wird die Stiftungsform auch als Bollwerk gegen die anstehende Privatisierung der Universitätskliniken gesehen. rt

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