Gesundheit : Gold waschen und schießen mit Blasrohren Wissenschaftsnacht: noch mehr Experimente

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Was sind Zwangserkrankungen – werde ich verrückt? Was lese ich schneller – Texte mit der neuen oder alten Rechtschreibung? Kann ich meine DNA selbst bestimmen? Das sind drei Fragen, die Berliner Wissenschaftler ihrem Publikum auf der Langen Nacht der Wissenschaften beantworten wollen. Eine „Rekordbeteiligung“ kündigte Dieter Lenzen, der Präsident der Freien Universität Berlin und Vorsitzende des Kuratoriums der Langen Nacht, für die fünfte Ausgabe am 11. Juni an. Mehr als tausend Veranstaltungen stehen auf dem Programm.

Die Wissenschaft habe eine „Rechenschaftspflicht gegenüber der Öffentlichkeit“, begründete Lenzen, warum immer mehr Institute sich den interessierten Laien öffnen – in Zeiten knapper Kassen möchten Forscher zeigen, was sie leisten. Neben bewährten Publikumsmagneten wie dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt oder dem Teilchenbeschleuniger Bessy können Besucher mehrere Einrichtungen kennen lernen, die zum ersten Mal teilnehmen. Das Deutsche Archäologische Institut beispielsweise, das Finnlandinstitut oder die Technische Fachhochschule in Wildau.

Eine Besucher-Analyse habe ergeben, dass sich vor allem Akademiker auf den Weg zur Langen Nacht machten, sagte Lenzen. Jetzt wollen die Veranstalter neue Zielgruppen erschließen. Bessere Busshuttles sollen Senioren die Teilnahme erleichtern. Für Kinder soll es mehr Experimente geben. „Die deutschen Naturwissenschaften haben schließlich ein großes Problem, Jungen und Mädchen zu rekrutieren“, sagte Lenzen. Der Spaß am Experiment solle aber auch den Erwachsenen nicht vorenthalten sein. An der Technischen Universität können Besucher Gold waschen, in Adlershof wie Wildtierärzte mit Blasrohren schießen. Die Veranstalter erwarten deutlich mehr als die 17000 Besucher, die im letzten Jahr kamen. tiw

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