Gesundheit : Grimm-Briefwechsel, zweite Lieferung

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Der zweite Band einer im vorigen Jahr begonnenen wissenschaftlichen Sammelausgabe des Briefwechsels der Brüder Grimm wurde jetzt in Berlin vorgestellt. Die drei Briefwechsel mit insgesamt 197 Briefen mit den Germanisten Franz Pfeiffer und Karl Bartsch sowie dem Mitarbeiter am Grimmschen Wörterbuch, Gabriel Riedel, erscheint im Stuttgarter Verlag S. Hirzel, dem ehemaligen Verlag der Brüder Grimm. Alle drei Briefwechsel werden jetzt erstmals vollständig veröffentlicht.

„An dem Band haben über 40 Mitarbeiter im In- und Ausland bis nach Neuseeland in den vergangenen sechs Jahren gearbeitet“, sagte Berthold Friemel von der Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel an der Berliner Humboldt-Universität.

Die Briefpartner Pfeiffer und Bartsch waren Schüler der Brüder Grimm und gehörten zu den bekanntesten Germanisten ihrer Zeit. Der Briefwechsel mit Riedel illustriere vor allem den Arbeitsalltag am Grimmschen Wörterbuch während der 40er und 50er Jahre des 19. Jahrhunderts.

Die Gesamtausgabe der Korrespondenz der Literaturforscher, Sprachwissenschaftler und Sammler von Volksüberlieferungen („Kinder- und Hausmärchen“, „Deutsches Wörterbuch“) mit etwa 2000 Briefpartnern umfasst etwa 30 000 Briefe. Der in Hanau geborene Jacob Grimm (1785- 1863) war Professor für Altertumswissenschaften in Göttingen, wo er zusammen mit seinem Bruder Wilhelm (1786-1859) wegen seiner freiheitlichen Gesinnung als einer der „Göttinger Sieben“ amtsenthoben und des Landes verwiesen wurde.dpa

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