Gesundheit : Große Datenströme

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Mars Express ist nur eine von vielen Raumsonden, mit denen die Wissenschaftler derzeit unseren Nachbarplaneten untersuchen. Schon seit 1997 funkt der amerikanische Mars Global Surveyor einen gewaltigen Datenstrom zur Erde. Daraus können die Forscher Einzelheiten über die Oberfläche, die Atmosphäre und das Magnetfeld des roten Planeten herausziehen. 2001 bekam der Global Surveyor Gesellschaft durch Mars Odyssey . Hauptaufgabe dieser Sonde der amerikanischen Weltraumbehörde (Nasa) ist die globale Kartografierung der chemischen Zusammensetzung der Marsoberfläche. Die Sensoren von Mars Odyssey sind allerdings gerade für Mineralien, die unter dem Einfluss von Wasser entstanden sind, weniger empfindlich als der Omega-Spektrograph von Mars Express.

Zu den erfolgreichsten Missionen zählen die beiden 2004 auf dem Mars gelandeten Robotfahrzeuge „Spirit“ und „Opportunity“ . Ursprünglich für eine Lebensdauer von nur drei Monaten ausgelegt, kurven die beiden Rover immer noch durch den roten Staub und liefern unermüdlich Bilder und Messdaten.

Im März kam mit dem Mars Reconnaissance Orbiter eine weitere amerikanische Sonde hinzu, die den Planeten umkreist. Zu den wichtigsten Aufgaben dieser Mission zählen die Suche nach Wasser und die Auswahl von geeigneten Landeplätzen für künftige unbemannte und bemannte Missionen. Mit ihren Kameras kann die Sonde noch Einzelheiten auf dem Mars ausmachen, die nur rund einen Meter groß sind.

Und weitere Sonden sind geplant: Das Mars Science Laboratory für 2010, der ebenfalls amerikanische Marslander Phoenix für 2011. Im gleichen Jahr wollen auch die Europäer mit ExoMars ein Robotfahrzeug zum roten Planeten entsenden, das auf die Suche nach Lebensspuren spezialisiert sein soll. kay

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