Gesundheit : Großes Genom-Konzert

Berlin und Brandenburg gründen Forschungszentrum

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„Krankheiten und Alterungsprozesse, mit denen wir uns alle herumschlagen müssen, können nur verstanden werden, wenn wir das gesamte Netzwerk verstehen“, sagt Hans Lehrach, Direktor am MaxPlanck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin. Zunehmend kommt dabei das von Genen gesteuerte Zusammenspiel der Eiweiße in der Zelle in den Blick.

Ein neuer Forschungsverbund soll nun in der Region Berlin-Brandenburg die Forschung auf diesem Sektor vorantreiben. Vor kurzem wurde das neu gegründete „Center for Functional Genomics“ (CFFG) bei einem Symposium der Fachwelt vorgestellt.

Zentrum nennt sich der Verbund aus Forschungsinstitutionen und Firmen, weil er die Absicht hat, die Aktivitäten der Region Berlin-Brandenburg in der funktionellen Genomforschung zu bündeln. „Der Zusammenschluss soll der gemeinsamen Darstellung nach außen dienen, gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik. „Unsere Argumente sind stark, wir müssen sie aber noch besser zu Gehör bringen“, sagte Lehrach. Kai-Uwe Bindseil, der das „Biotop“-Büro leitet, eine Vermittlungsagentur für Biotechnik, sekundierte: „Diese arme Region ist zugleich enorm reich.“ Was sich hier in der Genforschung versammle, „das finden Sie nicht in Heidelberg und nicht in München.“ aml

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