Gesundheit : Grün bleibt grün

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Thomas de Padova über die naturbelassene Forschungslandschaft Ost

Es wird wohl nichts aus der Fusion. Auch wenn sie unter Forschern noch immer als möglicher Weg zur künftigen Energiegewinnung gilt – die Bundesregierung hat für die Kernfusion wenig übrig. Sollen die Franzosen doch den ersten großen Versuchsreaktor zur Kernfusion in ihrem Land bauen. Nach MecklenburgVorpommern kommt er nicht. Ministerpräsident Harald Ringstorff hat sich vergeblich in Brüssel darum bemüht.

Ein Fusionsreaktor, wie ihn die Europäer jetzt gemeinsam mit Japan, Russland und – neuerdings auch wieder – den USA betreiben werden, passt nicht in eine rot-grün- deutsche Forschungslandschaft. Vor allem aber sollen die schönen grünen Wiesen im Osten grün bleiben, meint Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn. Und deshalb soll vorerst überhaupt kein Großforschungsprojekt mehr dorthin.

Dementsprechend scharf musste sie eingreifen, als die Bundesregierung kürzlich 1475 Millionen Euro für neue Großgeräte in der physikalischen Grundlagenforschung bewilligte: Davon gehen 25 Millionen in den Osten, 1450 Millionen werden in westdeutsche Forschungseinrichtungen investiert.

In Ostdeutschland gebe es keine geeignete Infrastruktur, hieß es dazu aus dem Forschungsministerium. Und auf der grünen Wiese könne man nun einmal keine Großforschungsanlagen bauen. Grün soll grün bleiben – eine klare Entscheidung für eine nachhaltige Entwicklung. Und eine klare Entscheidung gegen die Fusion: von Ost und West.

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