Gesundheit : HdK will Universität werden: Politiker unterstützen Umbenennung in "Universität der Künste"

U. S.

Die Hochschule der Künste (HdK) möchte sich im 25. Jahr ihres Bestehens in "Universität der Künste" umbenennen. In der internationalen Konkurrenz sei der Name Universität besser einzuordnen als Hochschule, sagt ihr Präsident Lothar Romain. Und die HdK legt Wert darauf, nach wie vor viele Studenten aus dem Ausland zu gewinnen. Als weitere Begründung für die Umbenennung gab Romain vor dem Kuratorium der Hochschule bekannt: Bereits im Gründungsauftrag von 1975 sollte erstmals eine künstlerische Hochschule außer der Pflege der Musik und der bildenden Kunst auch wissenschaftliche Fächer wie die Architektur und die Lehrerbildung umfassen. Für diese wissenschaftlichen Fächer erhielt sie das Promotions- und Habilitationsrecht, das sonst nur den Universitäten zusteht.

Obwohl sich die Hochschule der Künste mit ihrer Zwitterstellung zwischen Kunst und Wissenschaften schwer getan hat, vollzog sie die Empfehlung des Wissenschaftsrats, ihr künstlerisches Profil zu schärfen, zugleich mit einer neuen Organisationsstruktur. Aus elf Fachbereichen machte die HdK vier Fakultäten. Für Präsident Romain ist damit klar, dass die Hochschule mit ihrer Namensänderung richtig liegt.

Mit dieser Auffassung hatte er nicht nur im Akademischen Senat Erfolg, sondern jetzt auch im Kuratorium. Er gewann damit die Zustimmung der Politiker. Ein Wermutstropfen bleibt der Hochschule nicht erspart. Zum Tag des Jubiläums, dem 30. September, kann sie sich noch nicht in Universität umbenennen. Dazu bedarf es der Gesetzesänderung. Bevor ein neues Hochschulgesetz in Berlin verabschiedet werden kann, wird wohl noch mehr als ein Jahr vergehen.

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