Gesundheit : Herzinfarkt: Knochenmarkzellen können neues Gewebe bilden

Stammzellen aus dem Knochenmark können das durch einen Herzinfarkt geschädigte Gewebe bei Mäusen wieder neu bilden. Das berichten Piero Anversa und seine Mitarbeiter vom New York Medical College (Valhalla) in der Fachzeitschrift "Nature" (Band 410, Seite 701). Sie hatten Mäusen nach einem Herzinfarkt Stammzellen in die Herzwand injiziert, die aus deren eigenem Knochenmark gewonnen worden waren. Bereits nach neun Tagen fanden sie heraus, dass sich im Infarktgebiet neues Herzmuskelgewebe und Gefäße gebildet hatten.

Dies eröffne neue Möglichkeiten bei der Behandlung der Folgen von Herzinfarkten, glauben die Wissenschaftler. Von ähnlichen Erfolgen berichten Forscher der Columbia-Universität (New York) in der Zeitschrift "Nature Medicine". Diese hatten eine besondere Gruppe menschlicher Stammzellen aus Knochenmark isoliert, die später die Innenauskleidung von Gefäßen bilden. Sie injizierten diese Stammzellen in Ratten, die Herzinfarkte erlitten hatten. Auch dabei stellte sich heraus, dass sich in den Herzen der Tiere neue Adern gebildet hatten. Die Versuche zeigten, dass man nicht unbedingt die umstrittenen Stammzellen aus Embryonen braucht, um die Bildung neuer Gewebe anzustoßen, sagen die Forscher. Die Nutzung eigener Zellen würde zudem bedeuten, dass keine Abstoßungsreaktionen zu befürchten seien.

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