Gesundheit : Hilfe für Krebskranke

Studie: Psychologische Betreuung oft nötig

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Körperliche Leiden können die Betroffenen seelisch so stark belasten, dass sie psychologische Unterstützung brauchen. Das gilt besonders für Krebskranke, die oft mit Depression und Angst zu kämpfen haben. In einer Zeit der Mittelknappheit ist professionelle psychologische Hilfe aber in Gefahr. Peter Schlag, Direktor der Charité-Klinik für Chirurgie und Chirurgische Onkologie in Berlin-Buch, hat nun ermittelt, wie groß der Bedarf an psychologischer Unterstützung Krebskranker in seiner Klinik tatsächlich ist. Einige Ergebnisse dieser Untersuchung wurden im Fachblatt „Der Chirurg“ (1/2006) veröffentlicht. Danach brauchten 41 Prozent von 406 an der Klinik behandelten Frauen professionelle psychologische Hilfe, mehr Frauen als Männer. Besonders hoch war mit 49 Prozent der Bedarf bei denen, die mit noch ungeklärtem Krebsverdacht in die Klinik kamen.

Ungewissheit belastet mehr als die Angst vor der Operation. Denn von jenen Krebskranken, deren Krankheit schon bekannt war und die zu einem chirurgischen Eingriff in das Krankenhaus kamen, brauchten nur 37 Prozent Hilfe. Ausführliche Informationen, wie sie zum Beispiel Brustkrebspatientinnen angeboten werden, tragen viel zur seelischen Stabilisierung und zu einer guten Krankheitsbewältigung bei. R. St.

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