Gesundheit : Hirnforschung hat Zukunft

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Die Neurowissenschaften rücken immer mehr in den Blickwinkel des öffentlichen Interesses. Denn die Erkenntnisse der Hirnforschung, zum Beispiel was das Lernen angeht, können etwa bei der Aufholarbeit nach dem PisaSchock wichtig werden. Auch die mit der Zunahme der Alten anwachsende Zahl von Alzheimer-Fällen ist ein Problem, für dessen Lösung die Gesellschaft der Neuroforschung bedarf. Schließlich sind da juristische, ethische und philosophische Fragen, auf die die Neurowissenschaften neue Antworten geben können – und uns andererseits vor ungeahnte Herausforderungen stellen. Gibt es überhaupt einen freien Willen? Wie entsteht unser Bewusstsein? Lassen sich Hirnfunktionen mit Maschinen nachahmen, sind Verbindungen von Menschenhirn und Mikrochip denkbar, gar wünschenswert? Solche Fragen und Probleme sind es, die nach Ansicht mancher Experten den Neurowissenschaften eine herausragende Rolle in der Zukunft geben werden.

Das liegt auch an den Instrumenten, mit denen die Wissenschaftler arbeiten. Die sind in den letzten Jahren immer subtiler geworden. Neue bildgebende Verfahren erlauben es den Forschern, dem Menschen „beim Denken zuzusehen“, und die Fortschritte der Molekularbiologie ermöglichen es, Vorgänge im Gehirn im Detail zu studieren und zu verstehen. wez

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