Gesundheit : Humboldt-Uni klagt wegen Rasterfahndung

Die Humboldt-Universität hat beim Landgericht Berlin Beschwerde gegen die erweiterte Rasterfahndung unter ihren Studenten eingelegt. Damit will die Hochschule die Interessen der Betroffenen auf Datenschutz wahren. Diese sind in dem zu Grunde liegenden Gerichtsbeschluss nach Einschätzung der Hochschule nicht angemessen berücksichtigt.

Das Gericht hatte die Hochschule zuvor aufgefordert, die Daten all ihrer männlichen Studenten aus rund 30 Staaten an die Ermittlungsbehörden weiterzugeben - darunter Frankreich, Großbritannien und etliche arabischen Staaten. Zu den genannten Merkmalen gehört die vermutete Religionszugehörigkeit. Gefragt wird unter anderem nach Reisetätigkeit und Visa. Von diesem neuen Beschluss sind auch die Mitarbeiter der Hochschulen betroffen. Nach der ersten Anforderung hatte die Universität bereits die Daten von 23 Studenten weitergegeben. Jetzt wären es weitere 660.

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