Gesundheit : Humboldt-Uni will unter die besten Fünf

Anja Kühne

„Wir gehören zu den führenden Unis Deutschlands“, sagt Jürgen Mlynek, Präsident der Humboldt-Universität (HU). Nach dem Neuanfang vor 14 Jahren und einem „rasanten Aufholprozess“ sei die Uni dabei, sich einen Stammplatz unter den fünf leistungsstärksten Hochschulen in Deutschland zu erarbeiten. Im Wettbewerb der Spitzenunis von Bund und Ländern werde sie bereits als aussichtsreiche Kandidatin gehandelt. Mlynek geht davon aus, dass der Wettbewerb, der wegen des Kompetenzstreits von Bund und Ländern auf Eis gelegt wurde, trotzdem im Frühjahr starten kann.

Was hat die HU in den letzten zwei Jahren erreicht, und wohin treibt sie? Das Präsidium zog am Mittwoch eine gemischte Bilanz. 500 Stellen muss die Universität bis zum Jahr 2009 streichen, darunter 80 Professuren. Jetzt muss sie sich in den laufenden Verhandlungen der Hochschulverträge gegen „weitere Zumutungen“ stemmen, wie Mlynek sagte. Die Uni will nicht, dass eine Kommission des Senats die Berliner Uni-Landschaft ordnet. Außerdem fordere die HU vom Senat die Verfügungsgewalt über ihre Liegenschaften und Gebäude.

Noch hat die Humboldt-Uni trotz des finanziellen Drucks eine Steigerung ihrer Einnahmen aus Drittmitteln vorzuweisen. Doch Drittmittel sind auch eine Frage der Grundausstattung. Diese könnte sich durch die Sparmaßnahmen des Berliner Senats aber verschlechtern, sagte Mlynek. Auf gutem Weg sieht der Präsident hingegen das Naturkundemuseum, über dessen Aufnahme in die Leibnizgemeinschaft noch in diesem Monat entschieden werden soll.

Der Umzug der Naturwissenschaften nach Adlershof ist abgeschlossen, sagte Mlynek. Die HU werde sich jetzt darum bemühen, sich enger mit den zwölf dort angesiedelten außeruniversitären Instituten zu vernetzen. Gemeinsame „Kompetenzfelder“ seien etwa die Material- und Kommunikationswissenschaften und die Optik. Mit dem Erwin-Schrödinger-Zentrum gebe es dort das modernste Kommunikationszentrums Europas.

Bei den neuen Studiengängen Master und Bachelor liegt die HU ebenfalls weit vorne: Die Hälfte der Studiengänge sei umgestellt, bundesweit seien es nur 19 Prozent.

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