Gesundheit : Humboldts Liebling

Wie der neue Präsident sein soll

Anja Kühne

Die Humboldt-Universität wählt ihren neuen Präsidenten – oder ihre neue Präsidentin – am 12. Juli. Die Ausschreibung wird auch in englischer Sprache veröffentlicht, denn auch auswärtige Bewerber sind erwünscht. Doch die Hochschule will sich nicht auf den Zufall verlassen. Nachdem der jetzige Präsident Jürgen Mlynek nicht mehr für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht, weil er zur Helmholtz-Gemeinschaft wechselt, will sich die Humboldt-Universität selbst aktiv auf die Suche nach einem Nachfolger machen. Dazu hat das Kuratorium eine Findungskommission eingesetzt.

Sie besteht aus vier Mitgliedern des Kuratoriums: W. Michael Blumenthal, dem Direktor des Jüdischen Museums, dem Rechtsanwalt Detlef Hensche, Gerd von Brandenstein, dem Präsidenten der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg und dem Vorsitzenden der Kommission, Günter Stock, Mitglied im Vorstand der Schering AG. Diese Männer fungieren auch als „Filter“. Aus mehreren Bewerbern wählen sie nur einen, vielleicht aber auch zwei bis drei Kandidaten, die sie dem Wahlgremium der Uni, dem Konzil, zur Wahl anbieten.

Wie muss der oder die Kandidat/in beschaffen sein? Günter Stock und Evelies Mayer, die Vorsitzende des Kuratoriums, beschreiben ihn/sie so:

Er/sie muss „Charisma“ haben

Er/sie muss eine „herausragende Kommunikationsfähigkeit“ mitbringen

Er/sie muss ein/e angesehene Wissenschaftler/in sein

Er/sie muss aber trotzdem „ein politisches Tierchen“ sein, das heißt „Politik darf keine Last“ für ihn/sie sein

Er/sie muss mit dem Team der Vizepräsidenten „harmonieren“

Er/sie muss „in das Programm des bisherigen Präsidiums eintreten können“, also den „erfolgreichen Reformkurs fortsetzen können“

An ihm/ihr „muss die Freude spürbar werden“, eine Einrichtung mit 33000 jungen Leuten zu leiten

Er/sie muss „mit Kontaktgesuchen“ aus der Politik umgehen können, also geschickt genug sein, Bande in die Regierung von Bund und Land zu knüpfen

Er/sie „muss eine große integrative Kraft haben“, um das Zusammenwachsen der Geistes- und Naturwissenschaften zu fördern

Er/sie kann trotzdem jeder Disziplin angehören, solange er/sie sich um alle Fächer bemüht und die unterschiedlichen Fachkulturen berücksichtigt.

Bewerbungen sind zu richten an das

Kuratorium der Humboldt-Universität

z. H. Prof. Dr. Günter Stock

Unter den Linden 6

10099 Berlin

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