Gesundheit : Im Team den Mikrokosmos enträtseln

Dagny Lüdemann

Knapp 30 wissenschaftliche Einrichtungen haben sich in Berlin zusammengeschlossen, um Viren, Bakterien und Parasiten effizienter zu erforschen.

Gestern wurde das „Interdisziplinäre Zentrum für Infektionsbiologie und Immunität“ (Zibi) an der Humboldt-Universität (HU) gegründet. Unter den Mitgliedern sind das Max-Planck-Institut (MPI) für Infektionsbiologie, die Freie Universität Berlin, das Robert-Koch-Institut und Arbeitsgruppen von HU und Charité. „Nur wenn wir die Biologie solcher Erreger besser verstehen und erforschen, wie das Immunsystem auf sie reagiert, können wir Therapien entwickeln“, sagte Richard Lucius, Sprecher des Zibi und HU- Professor für Parasitologie.

„Wir arbeiten unter anderem an Tuberkulose-Erregern und an Helicobacter pylori, einem Bakterium, das Magengeschwüre verursacht“, sagte Thomas Meyer, Direktor am MPI für Infektionsbiologie. Virologen an der Charité untersuchen das Hantavirus: „Der von Nagetieren übertragene Erreger führt zu Nierenversagen“, sagte Institutsleiter Detlev Krüger. Auch ein gemeinsames Doktoranden-Programm wird es im Zibi geben.

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