Gesundheit : Im vergangenen Jahr begann fast jeder dritte mit einer Lehre

Fast jeder dritte Abiturient hat im vergangenen Jahr eine Lehre begonnen. Das teilte jetzt das Statistische Bundesamt mit. Von den 327 600 Abiturienten des Jahres 1998 begannen etwa 100 000 eine Lehre. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass entsprechend die Zahl der Lehrlinge mit Abitur erneut gestiegen ist. Jeder Sechste der rund 610 000 neuen Lehrlinge hatte 1998 das Abitur in der Tasche. Vor allem Banken, Versicherungen und das Gastgewerbe setzen auf Auszubildende mit Abitur. 25 Prozent der neuen Lehrlinge in diesen Branchen waren Abiturienten. Im Handwerk lag dagegen dieser Anteil bei lediglich fünf Prozent.

Am höchsten war der Abiturientenanteil mit 91 Prozent bei den Luftverkehrskaufleuten. Es folgen die Ausbildungsberufe Mathematisch-Technischer Assistent (89 Prozent), Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien (80 Prozent) und Werbekaufmann/-frau (79 Prozent). Es ist bekannt, dass Abiturienten vorrangig eine Ausbildung in kaufmännischen Berufen suchen. Der Bankkaufmann ist auch außerordentlich beliebt.

Unter den Politikern ist dieser Andrang der Abiturienten auf die Lehrstellen umstritten. Denn er führt dazu, dass in vielen Berufen Hauptschüler keine Chancen mehr haben. Ein erheblicher Teil der Abiturienten schließt nach Abschluss der Lehre ein Studium an.

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