Gesundheit : Im Zeichen der Fürsorge

Die Charité bekommt ein neues Logo

Uwe Schlicht

Die Charité ist älter als jede der drei Universitäten Berlins. 1727 erhielt das Militärlazarett diesen Namen, der passend für die Heilung Kranker in deutscher Übersetzung Nächstenliebe bedeutet. Inzwischen ist die Charité durch die Fusion mit dem FU-Klinikum Benjamin Franklin zum größten Universitätsklinikum Europas geworden, mit 3500 Betten, 8000 Studenten, 15 000 Mitarbeitern und einer Milliarde Euro Jahresumsatz.

Für den gemeinsamen Neubeginn wurde ein neues Logo gebraucht. Stardesigner Peter Schmidt, der auch für die Modefirma Boss arbeitet, ist weltweit ein Begriff. Er hat seinen Preis. Ein neues Logo nur zu entwerfen, kostet bei ihm normalerweise 100000 Euro. Für das Not leidende Land Berlin und die Charité hat Schmidt unentgeltlich gearbeitet.

Bei der Charité umschließt das große „C“ zu drei Vierteln das kleine „c“, das jeweils für den Campus Mitte (rot), für den Campus Benjamin Franklin (blau), den Campus Virchow in Wedding (gelb) und Campus Buch (grün) steht. „Wenn sich Menschen in das Krankenhaus begeben, suchen sie Schutz und Vertrauen. Das ist das Wichtigste, deswegen haben wir das ,C’ zum Logo gemacht“, begründet Schmidt die Verdichtung des Logos Charité. Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit will der Designer der Charité im internationalen Konkurrenzkampf einen guten Auftritt verschaffen. Nun wird das neue Design schrittweise auf Briefköpfen und Gebäudeaufschriften umgesetzt. Das Personal am Campus Mitte ist allerdings skeptisch; das neue Logo gefällt ihm nicht so gut wie der alte, allerdings ebenso schmucklose kursive Schriftzug Charité.

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