Gesundheit : In Berlin sind bislang 12 Menschen an der Influenza erkrankt - kein Grund zur Panik

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In Berlin sind zwölf Influenza-Fälle bestätigt. Von einer "Grippewelle" könne noch keine Rede sein, hieß es am Dienstag beim Robert-Koch-Institut. Es gebe eine Häufung ernsthafter Fälle der Virusgrippe, wie sie im Winter regelmäßig vorkomme, sagte Edgar Muschketat vom Berliner Bundesinstitut. Wer sich jetzt noch impfen lassen will, braucht Glück: Der Impfstoff ist ausverkauft, so die Apothekerkammer. Impfwillige müssen bei ihrem Hausarzt nachfragen, ob er noch eigene Vorräte hat. Engpässe gebe es zu Anfang jeden Jahres und insbesondere dann, wenn Medien sensationslüstern über "Todes-Grippe" und Epidemien schrieben.

Die zwei bundesweiten Influenza-Referenzzentren, Robert-Koch-Institut in Berlin und Landesgesundheitsamt Hannover, wollen heute über die Grippe-Situation in Deutschland beraten. Beide Zentren untersuchen von Ärzten eingeschickte Rachenabstriche nach Influenza-Erregern. Die höchsten Raten positiver Befunde, also nachgewiesener Influenza, betreffen mit rund 30 Prozent derzeit Thüringen und südliche Bundesländer. Eine exakte Zahl von Grippefällen weiß niemand, weil die Infektionskrankheit nicht meldepflichtig ist und die Ärzte Proben freiwillig zur Auswertung nach Berlin oder Hannover schicken.

Unterdessen hat der Berliner Landesverband der Kinderärzte vor "Panikimpfungen" gewarnt. Gesunde Kinder bräuchten in der Regel keine Grippe-Schutzimpfung. Ratsam sei die Impfung jedoch für chronisch Kranke und Menschen von 60 Jahren an, bei denen die Krankheit gefährlich werden könnte. Die Lungenentzündung ist die häufigste Ursache von Grippe-Todesfällen.

Anders als die harmlose Erkältung sollte man bei echter Influenza-Grippe auf jeden Fall zum Arzt gehen. Influenza-Symptome sind hohes Fieber, Gliederschmerzen, Kopfweh und Abgeschlagenheit. Zur Vorbeugung hilft auch Vitamin C.

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