Gesundheit : In ostdeutschen Schulen fehlen Lehrer

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Der große Lehrermangel in den ostdeutschen Schulen hat immer schwer wiegendere Folgen für die Schüler. Eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa in den Ländern ergab, dass die Grundversorgung nicht überall geleistet werden kann und viele Unterrichtsstunden ausfallen. Betroffen sind insbesondere die Fächer Französisch, Latein, Religion und Musik. Am größten ist der Mangel in Berufs und Förderschulen.

Laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sind vor allem die Schulen unterversorgt, die nicht in der Nähe der Hochschulstandorte liegen, an denen die Lehrer ausgebildet werden. „Mangel herrscht zunehmend in den Randgebieten wie an der Grenze zu Niedersachsen“, sagte der Sachsen-Anhalts GEW-Sprecher Hans-Dieter Klein. „In den letzten Jahren wurden viele Lehrer durch besser bezahlende westliche Bundesländer abgeworben.“

Die Kultusministerien reagieren jetzt auf die Engpässe. So werden für die Berufsschulen verstärkt „Seiteneinsteiger“ gesucht – in Brandenburg sogar bundesweit per Zeitungsanzeige. dpa

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