Gesundheit : Informations- und Kommunikationszentrum: Ein Signal für den Standort Adlershof

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Das Wirtschafts- und Wissenschaftszentrum Berlin-Adlershof nimmt Gestalt an. Im Beisein des Regierenden Bürgermeisters und des Präsidenten der Humboldt-Universität wurde gestern der Grundstein für das neue Informations- und Kommunikationszentrum (IKA) gelegt. Es gilt als wichtigste Infrastrukturmaßnahme für den sich entwickelnden Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof.

Ab Sommer 2002 soll der Bau die rund 700 000 Bände der sieben naturwissenschaftlichen Institutsbibliotheken der Humboldt-Universität, ein Rechenzentrum, eine Multimedia-Abteilung und Hörsäle beherbergen. Damit werden die gesamte internationale Kommunikation der Humboldt-Universität und ein Teil ihrer Bibliotheken auf den neuesten Stand gebracht. Die Einrichtungen sollen auch den örtlichen Wirtschaftsunternehmen zur Verfügung stehen.

Eberhard Diepgen nutzte die Gelegenheit für ein klares Bekenntnis zu Wissenschaft und Forschung in Berlin. Die Stadt werde sich auch weiterhin für die Finanzierung von besonders zukunftsweisenden Projekten einsetzen, "auch wenn in der öffentlichen Diskussion in Berlin hauptsächlich über Einsparungen geredet wird". Er sei dagegen, "Mittel aus der Wissenschaft einfach in die Kultur umzusetzen".

Den entstehenden Technologiepark Adlershof nannte Diepgen eine "gelungene Symbiose von Wissenschaft, Forschung und Unternehmen". Nur durch die Bündelung des vorhandenen Fachwissens könne sich die Region im globalen Wettbewerb als bedeutender Standort behaupten.

Zu dem seit gestern in Bau befindlichen Informations- und Kommunikationszentrum sagte Diepgen: "Das Projekt ist lebensnotwendig für den Wissenschaftsstandort Berlin." Diese Aussage des Regierenden Bürgermeisters ist deshalb so bemerkenswert, weil längere Zeit überlegt worden war, am universitären Bereich Adlershofs zu sparen oder den Baubeginn zu verzögern. Auf Drängen der Wirtschaft und des Wissenschaftsrates ist der Ausbau jedoch beschleunigt worden und soll nicht wie ursprünglich geplant im Jahre 2008, sondern im Wesentlichen schon 2003 abgeschlossen sein. Die termingerechte Grundsteinlegung für das Informationszentrum zeugt nun von der Absicht aller Beteiligten, diesen Terminplan einzuhalten. Der Neubau soll 79 Millionen Mark kosten und wird zu gleichen Teilen von Bund und Land getragen.

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