Gesundheit : Intelligente Riesenmoleküle aus Erdöl

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Kunststoffe sind organische Werkstoffe, die aus Makromolekülen aufgebaut sind. Der Begriff „Makromoleküle“ wurde 1922 von dem deutschen Chemiker Hermann Staudinger eingeführt und bedeutet „riesige Moleküle“. Staudinger erhielt 1958 den Nobelpreis.

Kunststoffe können durch Umwandlung von Naturprodukten hergestellt werden. Beispiele sind Gummi, das ist vulkanisierter Kautschuk, sowie Kunstseide oder Zellwolle, die umgewandelte Zellulose.

Bedeutsamer ist die Herstellung aus Erdöl, das in Millionen von Jahren aus versunkenem, zusammengepresstem, organischem Material entstanden ist. Seine Bestandteile sind hauptsächlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff zusammengesetzt sind. Sie liefern die Bausteine zur Herstellung von Polymeren.

„Poly“ heißt viel. Die betreffende chemische Reaktion nennt man Polymerisation. Ein Meilenstein war in den 1930er Jahren das PVC, Polyvinylchlorid, das heute noch vor allem im Baubereich eingesetzt wird. Wichtig ist auch Polyäthylen, der Grundstoff von Plastiktüten.

Kunststoffe kann man zu Folien verarbeiten oder zu Informationsträgern – etwa zu CompactDisks. Auch Fasern für Textilien kann man herstellen, ebenso wie bruchsichere Verpackungen. Mittlerweile werden die Polymere immer vielseitiger. Dank neuer Herstellungsmethoden lassen sich ihre Eigenschaften gezielt einstellen. So entstehen „intelligente Kunststoffe“. pja

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