Gesundheit : Intensivstudiengänge in Niedersachsen geplant

U. S.

In Niedersachsen soll nach dem Willen von Wissenschaftsminister Thomas Oppermann das ganzjährige Studium erprobt werden. Intensivstudiengänge sollen zu einer Verkürzung des Studiums um 50 Prozent führen, indem die "vorlesungsfreie Zeit zum großen Teil für Veranstaltungen mitgenutzt wird". Der Minister hat einen Wettbewerb unter den Hochschulen angekündigt, der im Mai starten soll.

Die niedersächsische Initiative hat nichts mit der Einführung neuer Studiengänge mit dem Bachelor- und Masterabschluss zu tun, sondern setzt bei den herkömmlichen mit einem Magister- oder Diplomabschluss, die bisher in durchschnittlich sechs Jahren studiert werden. Die immense Stoff-Fülle soll in den Intensivstudiengängen in verkürzter Zeit bewältigt werden. Das Rezept dazu lautet: studienbegleitende Prüfungen. Die Intensivstudiengänge sollen Elemente enthalten wie Praktika, Auslandsaufenthalte, eine Fremdsprache als Unterrichtssprache.

Minister Oppermann hofft, dass er bereits zum Wintersemester 2001/2002 zehn solcher Intensivstudiengänge genehmigen kann. Er will die Einführung mit zwei Millionen Mark fördern. Besonders interessiert ist er an solchen in Informatik, Maschinenbau oder Biowissenschaften, weil hier die Wirtschaft Nachwuchsmangel hat. Vorreiter sind die Technische Universität in Clausthal (Maschinenbau) und die Universität Göttingen mit der molekularen Biologie.

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