Gesundheit : Interdisziplinärer Wissenschaftskongress: Größtes Forschertreffen in USA eröffnet

Genomforscher, Astrophysiker, Archäologen, Chemiker, Psychologen und Ingenieure aus aller Welt nehmen in San Francisco am größten interdisziplinären Wissenschaftskongress der Welt teil. Das Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft (AAAS) informiert über Studien und neue Erkenntnisse in den verschiedenen Sparten der Forschung.

Zu den ersten Vorschlägen der fünftägigen Veranstaltung gehörte ein Zehn-Punkte-Programm, das künftig die Invasion fremder Arten in empfindliche Ökosysteme verhindern oder wenigstens bremsen soll. Durch den Massentourismus und globalen Handel werden immer mehr Systeme von eingeschleppten Arten aus der Balance gebracht.

Umweltbiologe Harold Mooney von der Stanford Universität (Kalifornien), stellte das mit Experten in aller Welt erarbeitete Papier vor. Es wird Global Invasive Species Programme (GSIP) genannt und schreibt einheitliche internationale Gesetze für den Ex- und Import von fremden Arten vor. Wenn eingeschleppte Bakterien, Pflanzen oder Arten heimische Arten verdrängen, soll künftig auch der Importeur zu den Kosten der Rettung eines Ökosystems beitragen.

Zu den bekanntesten Eindringlingen gehören Zebramuscheln am Bug von Schiffen, exotische Gräser im Reisegepäck und Schlangen, die sich im Radkasten eines Jets einschmuggeln. So kam wahrscheinlich eine braune Baumschlange vor Jahren auf die Insel Guam im Südpazifik. Dort rottete sie zehn heimische Vogelarten, sechs Eidechsen- und zwei Fledermausarten aus.

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