Gesundheit : Internationaler Frauentag: Mehr Mädchen machen das Abitur

Obwohl sich in Deutschland immer mehr Mädchen für eine höhere Schulausbildung entscheiden, ergreifen sie danach meist einen klassischen Frauen-Beruf. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Frauentages mitteilte, erreichen inzwischen mehr Schülerinnen als Schüler einen höheren schulischen Bildungsabschluss. Während der Anteil der Mädchen im Jahr 1960 an westdeutschen Gymnasien noch bei 39,8 Prozent lag, waren es im Schuljahr 1999/2000 im gesamten Bundesgebiet 54,4 Prozent. Bei den Abiturienten sei ihr Anteil in diesem Zeitraum von 35,6 Prozent auf 53,3 Prozent gestiegen. Diese Zunahme hat jedoch kaum zu Änderungen bei der Berufswahl geführt.

Vor allem Dienstleistungsberufe bleiben weitgehend Frauensache. Im Jahr 1999 habe der Anteil der weiblichen Auszubildenden in diesen Berufen bei 71,4 Prozent gelegen. Zu den beliebtesten Berufen gehören nach wie vor Bürokauffrau, Kauffrau im Einzelhandel, Arzthelferin, Friseurin und Krankenschwester. Es änderte sich allein die Reihenfolge zu Gunsten der kaufmännischen Berufe. Dagegen betrug der Frauenanteil in der zukunftsträchtigen IT-Branche, die schwerpunktmäßig auch zum Dienstleistungssektor gehört, nur 14,4 Prozent.

Anders ist die Situation von Frauen im akademischen Bereich. An den deutschen Hochschulen ist das weibliche Geschlecht zwar noch immer unterrepräsentiert, der Frauen-Anteil steigt aber stetig. Die Zahl der Studentinnen stieg seit dem Wintersemester 1980/81 im früheren Bundesgebiet von 36,7 Prozent auf 45,9 Prozent bis zum Wintersemester 2000/2001 in allen Bundesländern. Allerdings lag der Anteil der Professorinnen im Jahr 1999 nur bei 9,8 Prozent; 1980 waren es 5,3 Prozent. Etwas stärker stieg zwar die Zahl der Professorinnen in der höchsten Besoldungsgruppe C4: von 2,5 Prozent 1980 auf 6,3 Prozent im Jahr 1999. Aber damit sind Professorinnen immer noch eine kleine Minderheit. Die Politiker wollen das durch Zielvereinbarungen demnächst ändern.

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