Gesundheit : Invasion befürchtet: Unersättliche Ochsenfrösche unterwegs

Französische Umweltschützer fürchten eine Invasion der bis zu zwei Kilogramm schweren Ochsenfrösche. Allein an der Atlantik-Küste bei Bordeaux hat der Froschforscher Christophe Coic 5000 Ochsenfrosch-Männchen gezählt, "die alles wegfressen, was ihren Drei-Meter-Sätzen nicht entkommen kann. Wenn wir nichts dagegen tun, werden sie in einigen Jahren zu einer echten Bedrohung für die Lebewesen in den Gewässern."

Die Ochsenfrösche legen bis zu 20 000 Eier pro Brut und vermehren sich mit rasender Geschwindigkeit. In den USA haben sie bereits ökologische Katastrophen verursacht. Dort waren sie zunächst verbreitet, wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts aber nach Europa eingeschleppt, zunächst nach England.

Einzige wirksame Gegenwehr sind bislang die Gewehre der Jäger. Im Departement Gironde werden die Ochsenfrösche wie die Hasen gejagt. Ihre Schenkel schmecken nach Auskunft der Jäger köstlich. Christophe Coic will die Jagd auf die Männchen konzentrieren. "Ohne Männchen gibt es keinen Nachwuchs", sagt er.

Die Zahl vieler anderer Frösche und Kröten geht dagegen zurück. US-Forscher geben in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Nature" zu bedenken, dass die Tiere wegen der globalen Erwärmung anfälliger gegen Kranheitserreger werden.

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