Gesundheit : Jede zweite weibliche Blaumeise geht fremd

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Blaumeisen sind nicht so monogam, wie Forscher bisher dachten. „Ein Weibchen braucht einen Partner, der viel in die Aufzucht der Jungen investiert“, sagt Bart Kempenaers von der MaxPlanck-Forschungsstelle für Ornithologie in Starnberg bei München. Doch im Morgengrauen schleicht sich das Weibchen gerne einmal davon, um bei einem anderen Männchen vorzusingen und sich mit zu paaren, wie Kempenaers und sein Team bei Studien im Wienerwald herausgefunden haben. „Etwa die Hälfte der Weibchen ist fremd gegangen“, sagt er.

Untreue weibliche Blaumeisen bekommen möglicherweise gesündere Nachkommen. Das Erbgut der Jungvögel sei vielfältiger, was einen evolutionären Vorteil bedeute, erläutert Kempenaers. Er und seine Kollegen untersuchten im Verlauf von vier Jahren das Erbgut von 2000 neugeborenen Jungvögeln im Wienerwald, wie sie im Wissenschaftsmagazin „Nature“ (Band 425, Seite 714) berichten. dpa/Tsp

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