Gesundheit : Jetlag

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52 ZIPPERLEIN (49)

Was ist das?

Als Jetlag bezeichnet man die Schwierigkeit, bei längeren Flugreisen mit der Zeitumstellung zurecht zu kommen. Schlafstörungen, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen – das sind Zeichen. Nicht nur der Schlaf-Wach-Rhythmus wird auf den Kopf gestellt. Auch andere Körperfunktionen unterliegen einem Rhythmus, der sich der neuen Zeitzone quer stellt. Eine milde Form des Jetlags erleben wir jedes Jahr zweimal: Wenn nämlich von Winter- auf Sommerzeit umgestellt wird und umgekehrt.

Wer ist vor allem betroffen?

Vor allem Menschen, die eine starre Routine im Alltag haben. Kleinkinder haben meist weniger Probleme. Es hängt auch davon ab, wohin man fliegt. Flüge in den Westen sind bekömmlicher: Wenn man beispielsweise nach New York fliegt, ist es dort sechs Stunden früher als in Berlin. Kommen Sie dort abends um sechs Uhr an, ist es in Deutschland – und für Ihren Körper – bereits Mitternacht. Sie werden also automatisch bald müde und vermutlich auch gut schlafen. Der Jetlag hält sich in Grenzen. Umgekehrt ist es schlimmer: Fliegen Sie zurück und kommen hier abends um 23 Uhr an, dann ist Ihr Körper auf 17 Uhr eingestellt. Sie sind also überhaupt nicht müde, finden keinen Schlaf – der Jetlag fällt schlimmer aus. Auch Schichtarbeiter sind von einem ständigen Jetlag betroffen.

Was kann man tun?

Man kann schon ein bisschen vorbeugen, indem man vor dem Flug in den Westen etwas später ins Bett geht und umgekehrt etwas früher. Viele setzen inzwischen auf Melatonin: Dieses körpereigene Hormon wird normalerweise am Abend von der Zirbeldrüse des Hirns ausgeschüttet und macht uns müde. In den USA ist das Hormon frei erhältlich. Allerdings ist noch nicht klar, zu welchen Nebenwirkungen das Präparat führen kann. Es wird deshalb davon abgeraten, es auf eigene Faust einzunehmen. bas

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