Gesundheit : Jim Knopf kommt in den Kindergarten Die Stiftung Lesen bildet Vorlesepaten aus

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Seitdem Daniel Jim Knopf kennt, möchte er unbedingt lesen lernen. Daniel ist drei, und seit ein paar Wochen kommt regelmäßig ein ehrenamtlicher „Vorlesepate“ in seinen Kindergarten. Er hat für die Kinder geeignete Bücher ausgesucht, aus denen er ihnen eine halbe Stunde lang vorliest. Das erweitert ihren Wortschatz, regt ihre Fantasie an und fördert zugleich ihre Konzentration.

„Kindergärtnerinnen haben oft nicht genug Zeit zum Vorlesen“, weiß Klaus Ring, Geschäftsführer der Stiftung Lesen. „Doch Vorlesen ist für die Sprachentwicklung eminent wichtig.“ Bei der Einschulung hat ein Drittel der Berliner Schüler Schwierigkeiten, Sachverhalte sprachlich angemessen auszudrücken oder gesprochener Sprache den richtigen Sinn zu entnehmen. „Die PisaStudie war der notwendige Knalleffekt, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf dieses wichtige Thema zu lenken“, so Ring.

Um Abhilfe zu schaffen, bildet die Stiftung Lesen aus Mainz in eintägigen Seminaren Freiwillige zu Vorlesepaten aus. Ausgebildete Referentinnen vermitteln, welches Buch für welches Alter geeignet ist, ob man beispielsweise Harry Potter schon Dreijährigen vorlesen kann. Außerdem zeigen sie, wie man eine ganze Kinderschar fesselt und Bücher zum Leben erweckt.

Bundesweit verfügt die Stiftung über ein Netzwerk von 3000 Ehrenamtlichen. Auch in Berlin werden ehrenamtliche Leser und Verbindungspersonen gesucht, die die Vorlesepaten an Kindergärten, Schulen und Bibliotheken vermitteln.nab

Weitere Informationen unter der Telefonnummer 06131/28890-30 oder im Internet unter: www.stiftung-lesen.de

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