Gesundheit : Junge europäische Magnifizenzen

Neue Stipendiaten am Studienkolleg zu Berlin begrüßt

Hannah Lobel

Bevor der Historiker Jürgen Kocka seinen Vortrag begann, begrüßte er seine Zuhörer mit „Magnifizenzen“. Die 40 Studenten, die er anredete, kicherten, ebenso wie die anderen Gäste bei der Eröffnung des zweiten Jahrgangs des Studienkollegs zu Berlin. Aber der Ehrentitel, der eigentlich Universitätspräsidenten gebührt, passt auf die jungen Gelehrten, die vom Rektor des Kollegs, dem Romanisten Jürgen Trabant, als „Elite“ vorgestellt wurden. 20 deutsche und 20 Studenten aus dem europäischen Ausland wurden aus über 125 Bewerbern für die gemeinsame Initiative der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ausgewählt. Die Studenten sollen ein europäisches Netzwerk bilden, einen „Gründungsmotor“ für Europa und besonders Berlin, sagte Trabant.

Im Lauf des Programmjahres werden die Kollegiaten sich mit europäischen Themen beschäftigen. Dazu gibt es Seminarwochenenden, Vortrags- und Diskussionsabende und Projektarbeiten. „Es ist ein bisschen wie eine ganz lange Sommerakademie“, sagt Santhosh Persaud, Jura-Student und begeisterter Stipendiat aus Düsseldorf. Aber statt einer Sommerakademie müssen die Stipendiaten eine Berliner Universität oder die Universität Potsdam besuchen. Für ihre Teilnahme erhalten die Studenten aus dem europäischen Ausland ein monatliches Stipendium in Höhe von 750 Euro, während die Deutschen, die schon Stipendiaten der Studienstiftung sind, eine einmalige Pauschale in Höhe von 500 Euro bekommen. Zusätzlich haben alle Stipendiaten die Möglichkeit, mit den Fellows des Wissenschaftskollegs zu Berlin in Kontakt zu kommen.

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