Gesundheit : Kalenderblatt: 1066: Wilhelm der Eroberer siegt mit Schwert und Pflug

Ingo Bach

Heute vor 934 Jahren, am 14. Oktober 1066, besiegte der normannische Herzog Wilhelm der Eroberer beim englischen Hastings die angelsächsischen Herren der Insel. Wilhelm berief sich auf ein Versprechen des kurz zuvor verstorbenen englischen Königs Eduard. Der hatte Wilhelm den englischen Thron angetragen, als Dank dafür, dass er während früherer Thronstreitigkeiten in Wilhelms Heimat, der Normandie, Asyl gefunden hatte. Doch nach Eduards Tod hatte Harald, Graf von Wessex und Kent, die Macht an sich gerissen.

Mit 700 Schiffen überquerte Wilhelm im Herbst 1066 den Ärmelkanal. Am 14. Oktober trafen beim südenglischen Hastings die Heere Wilhelms und Haralds aufeinander - beide mit etwa 7000 Bewaffneten gleichstark. Der entscheidende Unterschied lag in der Bewaffnung. Während die Angelsachsen zu Fuss antraten, verfügte Wilhelm über eine sehr starke Reiterei. Am Abend gelang es den Normannen, den Schildwall um Harald zu durchbrechen. Der König wurde durch einen Pfeil getötet, die angelsächsische Verteidigung brach zusammen. Doch noch war für Wilhelm der Krieg nicht gewonnen. Es dauerte fünf Jahre, bis der Widerstand endgültig gebrochen war.

Auch wenn die Angelsachsen die Eroberung als bedrückend empfanden, langfristig profitierte England davon. Das Land, das vorher durch die fast unumschränkt über ihre Gebiete herrschenden Grafen zerrissen war, wurde durch den neuen König Wilhelm geeint - England entwickelte sich so zu einer der stabilsten Mächte der Christenheit.

Doch wie konnten nur etwa 45 000 Normannen ein Volk von 1,5 Millionen beherrschen? Die neue Oberschicht konzentrierte das damals wichtigste Machtmittel in ihren Händen: das Land. Allein Wilhelm verfügte über rund 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Englands.

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