Gesundheit : Kalenderblatt: Der Aufstieg beginnt

Ingo Bach

Heute vor 1333 Jahren, am 9. Oktober 768, begann der Aufstieg des Frankenherrschers Karl, der später der Große genannt wurde. Er wurde zum König gesalbt, doch war er noch lange kein Alleinherrscher über das Reich seines Vaters Pippin. Er erhielt zunächst nur ein Teil, ein anderer ging an seinen jüngeren Bruder Karlmann.

Pippin, der erste König der neuen fränkischen Dynastie (nachdem er die Merowinger 751 entmachtet hatte), war am 24. September 768 gestorben. Zwei Wochen später, am Tag des Heiligen Dionysius, dem Schutzpatron der fränkischen Könige, ließen sich seine beiden Söhne zu Königen in ihren Teilreichen erheben. Karl in der Stadt Noyon, Karlmann in Soissons.

Karl war erst 20 Jahre alt, sein Bruder Karlmann sogar nur 17, doch nach fränkischem Recht galt ein Mann schon mit 12 Jahren als rechtsfähig. Ihr Vater Pippin hatte kurz vor seinem Tode, wie es bis dato üblich war, sein Reich unter seinen beiden Söhnen aufgeteilt. Karl erhielt die nördlichen und westlichen Gebiete, seine Herrschaft reichte von den südwestlichen Pyrenäen bis an den Rhein. Sein Bruder erhielt die östlichen Stammlande der Franken.

Trotz aller Vorsorge des Vaters gab es keine Ruhe unter seinen Söhnen. Sie gerieten häufig in Streit, so um den Besitz der von Pippin neu eroberten Provinz Aquitanien oder die Oberhoheit über den Elsaß. Letztlich entschied ein für Karl glücklicher Zufall das Ringen der beiden. Am 4. Dezember 771 starb Karlmann, gerade 20 Jahre alt. Sein Bruder handelte schnell und verleibte seiner Herrschaft nun auch den östlichen Teil des Frankenreiches ein - Karl war Alleinherrscher.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben