Gesundheit : Kalenderblatt: Krönung eines Monarchen

Ingo Bach

Gestern vor 549 Jahren, am 19. März 1452, fand in Rom zum letzten Male die Krönung eines Kaisers des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation statt. Der Habsburger Friedrich III., der in die Geschichte einging als geiziger und fauler Monarch aber auch als erfolgreicher Begründer der Weltmachtstellung seiner Dynastie, war schon zehn Jahre zuvor zum deutschen König gekrönt worden. Nun stand die Erhebung zum Kaiser in der Ewigen Stadt an.

Friedrich brach Anfang 1452 mit seinen 5000 Begleitern auf, um in Süditalien seine Gemahlin Eleonora - die Tochter des portugiesischen Königs - in Empfang zu nehmen. Seit den Tagen der mächtigen Stauferkaiser pflegten die Päpste ein massives Misstrauen gegenüber den Herrschern des Heiligen Römischen Reiches. Erst das diplomatische Taktieren von Friedrichs Beratern und die offizielle und rituelle Unterwerfung des Noch-Königs unter die päpstliche Oberhoheit - gemeinsam mit seiner Gemahlin kniete er vor dem Kirchenoberhaupt nieder - bewog Papst Nikolaus V. zur Kaiserkrönung. Die Kaiserkrone blieb auch ohne Krönung in Rom bis zum Ende des Alten Reiches im Jahre 1806 im erblichen Besitz der Dynastie an der Donau.

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