Gesundheit : Kalifornien droht weiter großes Beben

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Über Kalifornien schwebt weiter das Damoklesschwert eines gewaltigen Erdbebens. Hoffnungen auf eine Druckminderung im Sankt-Andreas-Graben seien unbegründet, heißt es in einer im Wissenschaftsmagazin „Nature“ veröffentlichten Studie. Der Sankt-Andreas-Graben verläuft auf einer Nord-Süd-Linie durch ganz Kalifornien, mitten durch die Großstadt San Francisco und nördlich von Los Angeles. Die an diesem Graben aufeinander treffenden Erdplatten drängen in unterschiedliche Richtungen: Die westliche Platte bewegt sich gen Norden, die östliche gen Süden. Der so entstehende Druck droht, sich in einem gewaltigen Beben zu entladen.

Druck kann sich auch in kleineren Beben entladen. Yuri Fialko von der Scripps Institution of Oceanography in La Jolla überprüfte anhand von Satellitenaufnahmen, ob im Zeitraum von 1985 bis 2005 derartige kleinere Erschütterungen die Gefahr eines großen Bebens gemindert hätten. Doch die Ergebnisse seiner Untersuchung sind nicht ermutigend für die 18 Millionen Menschen, die in Los Angeles und Umgebung leben. Die aufgestaute Energie der beiden Erdplatten konnte sich Fialko zufolge bislang nicht abbauen. Es droht also weiterhin ein gewaltiges Beben in der Region. Das jüngste große Beben im Norden der Region ereignete sich 1906. AFP

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