Gesundheit : Karlsruhe prüft Juniorprofessur

-

Wenn das Bundesverfassungsgericht am kommenden Mittwoch über die so genannte Juniorprofessur verhandelt, wird nicht nur der wissenschaftliche Nachwuchs gespannt nach Karlsruhe blicken. Sollte nämlich die Normenkontrollklage Bayerns, Sachsens und Thüringens gegen die 2002 eingeführte Regelung Erfolg haben, dann könnte die Föderalismusdiskussion einen neuen Schub bekommen. Der neue Qualifikationsweg soll jungen Wissenschaftlern schon frühzeitig Gelegenheit zu eigenständiger Forschung und Lehre bieten. Das kann aus Sicht des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) gerade in den Naturwissenschaften sinnvoller sein als eine voluminöse Habilitation, bisher Regelvoraussetzung fürs Professorenamt. In den Geisteswissenschaften dagegen habe die „Habil“ nach wie vor ihre Berechtigung, argumentiert der vom DHV nach Karlsruhe entsandte Rechtsprofessor MaxEmanuel Geis. Die Kritik entzündet sich daran, dass die Juniorprofessur bundeseinheitlich und ohne Ausnahme die Habilitation ersetzen soll. Ein solch rigides Diktat verletzt aus Sicht der Länder ihre Kulturhoheit. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben