Gesundheit : „Kein Krebs durch Hormone“

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Eine Hormonersatztherapie kann laut einer CharitéStudie keinen Brustkrebs auslösen. Allerdings könne sie bereits vorhandene Tumoren im Wachstum stimulieren, teilte die Berliner Uniklinik am Mittwoch mit. Etwa ein Viertel aller Frauen, die unter Wechseljahresbeschwerden leiden, nehmen künstliche Hormone gegen Hitzewallungen und seelische Verstimmungen ein. Diese Therapie sei jedoch umstritten, seit zwei große Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Hormonen und einem erhöhten Risiko für Brustkrebs feststellten.

Eine Forschergruppe um den Charité-Pathologen Manfred Dietel zieht aus den Untersuchungen den Schluss, dass die Hormone das Wachstum bereits vorhandener Brusttumoren stimulierten. Dabei gebe es auf der anderen Seite Hinweise, dass Tumoren einen günstigeren Verlauf zeigten, wenn die erkrankten Frauen Hormone einnehmen. Dietel unterstrich, „nach bisherigen Erkenntnissen kommen wir zu dem Schluss, dass Hormone in den Wechseljahren keinen gesundheitlichen Nachteil bezüglich der Entstehung von Brustkrebs bringen“. Voraussetzung seien jedoch regelmäßige Vorsorge- und Mammographieuntersuchungen. ddp

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