Gesundheit : Kein Nachfolger in Sicht / Zukünftige Förderung wird sich stärker am Wettbewerb der Standorte ausrichten

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Völlig offen ist die Zukunft des Hochschulsonderprogrammes (HSP) III. Das gemeinsame Förderprogramm der Länder und des Bundes läuft zum Ende des Jahres 2000 aus. Nach einem Bericht der Senatsverwaltung für Wissenschaft konnten die Berliner Hochschulen 1998 aus dem HSP III rund 40 Millionen Mark zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der Frauen, des internationalen Austausches oder für Tutorien ausgeben. Die Gesamtsumme, die Berlin zur Verfügung steht, beläuft sich zwischen 1997 und 2000 auf mehr als 200 Millionen Mark.

"Durch unsere Verhandlungen mit dem Bund wissen wir bereits, dass es keinen Nachfolger des Hochschulsonderprogramms geben wird", erklärte Berlins Wissenschaftssenator Peter Radunski. "Das Bundesforschungsministerium wird seine Förderungen künftig stärker an Leitthemen und am Wettbewerb der Standorte ausrichten." Ein neuer Fonds zur Stärkung der innovativen Forschungsstruktur in den neuen Bundesländern sei zwar in der Diskussion, "dennoch bleibt ein Finanzierungsproblem". Peter Radunski lehnte es ab, Zusagen über zusätzliche Landesmittel nach Auslaufen des HSP III zu geben. "Der Etat der Wissenschaftsverwaltung muss erst noch verhandelt werden", sagte er. "Wir rechnen eher mit weiteren Kürzungen."

Aus dem Hochschulsonderprogramm III waren auch rund 200 Forscher der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR beschäftigt worden. Ihre Leistungen wurden nach der Wende als wertvoll eingestuft, sie erhielten befristete Verträge über das Wissenschaftlerintegrationsprogramm (WIP), danach über das HSP III. Diesen Wissenschaftlern droht nun das Aus. "Bis zum Ende des HSP III sind noch einige Monate Zeit", beschwichtigte Peter Radunski. "Wir werden eine Lösung finden."

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