Gesundheit : Kinder-Unis: Eine Bewegung ist geboren

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Warum werden Kühe verrückt? Wie lernen Bienen? Auch die Freie Universität Berlin (FU) will jetzt bei einer KinderUni klassische Warum-Fragen beantworten – und andere, die Wissenschaftler für wichtig halten. Anders als die Humboldt-Universität (HU), die im Januar und Februar dieses Jahres acht Vorlesungen im Audimax anbot, startet die FU zunächst mit einem einwöchigen Pilotprojekt: Vom 6. bis zum 10. September kommen angemeldete Grundschulklassen auf den Dahlemer Campus. Dieses Programm mit Vorträgen und Mitmach-Kursen ist bereits komplett ausgebucht. Am Montag, dem 13. September, gibt es aber noch eine Schnupper-Vorlesung, die für alle Kinder und Eltern offen ist – ohne Anmeldung.

Die FU rechnet mit einem Erfolg und will ihre Kinder-Uni ausbauen. Auch die HU, die im Winter zu jeder Vorlesung mehr als 1000 junge Hörer begrüßen konnte, will auf jeden Fall 2005 weitermachen. Termin, Programm und vor allem die Finanzierung stehen allerdings noch nicht, heißt es aus der Pressestelle.

Kinder-Unis sind zu einer deutschlandweiten Bewegung geworden. Die erste startete vor zwei Jahren in Tübingen; mittlerweile organisieren 70 Hochschulen Vorlesungen für Kinder. Am größten ist die Bewegung in Rheinland-Pfalz: Dort wurde die Kinder-Uni zum Sommersemester 2004 an sämtlichen Hochschulen eingeführt. In den ersten Monaten kamen nach Angaben des Bildungsministeriums mehr als 13 000 wissensdurstige Mädchen und Jungen an die Unis. -ry (mit AP)

Freie Universität Berlin, 13. September, 17 Uhr, Hörsaal 1 a der Rost- und Silberlaube (Habelschwerdter Allee 45): „Motor Herz – Hör mal was da klopft“ mit der Medizinprofessorin Heike Tönhardt.

Humboldt-Kinder-Uni im Internet:

www.hu-berlin.de/kinderuni

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